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Unentbehrlich für eine gute Videoaufnahme: die Steadycam bzw. das Schwebestativ!

 
Ob Anfänger oder Profi. Eine Steadycam wird für eine breite Palette an Videoaufnahmen eingesetzt. Insbesondere für bewegungsintensive Aufnahmen, wie sie beispielsweise im Sport vorkommen, ist eine Steadycam unentbehrlich um diese Bilder verwacklungsfrei in den Kasten zu bekommen.
Auf dieser Seite haben wir versucht, alle relevanten Informationen für Ihre Kaufentscheidung zusammenzutragen. Wir erläutern die Unterschiede zwischen Anfänger und Profi Steadycam und wie diese Systeme aufgebaut sind. Wir erklären hier kurz die Funktionsweise und geben ein paar Tipps zu passenden Objektiven.
 
Was ist eigentlich eine Steadycam/ein Schwebestativ?
 
Eine Steadycam (auch Kamerastabilisierungssystem oder einfach nur Schwebestativ genannt) ist ein komplexes Halterungssystem für mobile Fernseh- und Filmkameras. Das System ermöglicht es, verwacklungsarme Bilder durch einen frei beweglichen Kameramann aufzunehmen. Als Steadycam wurde daher ursprünglich nur das komplette System aus Weste, Tragarm und Gimbal mit Trimmstab bezeichnet. Inzwischen hat sich diese Bezeichnung auch für die handgeführten Schwebestative, welche nur aus Gimbal und Trimmstab bestehen, durchgesetzt.
 
 
Steadycam/Schwebestativ? Wie funktioniert das?
 
Handgeführte Schwebestative nutzen Trägheit, Kipp- und Neigestabilität (Trägheitsmoment) einer an ihrem Schwerpunkt gehaltenen Masse. Physikalisch gesehen stellt ein solches Schwebestativ einen senkrecht angeordneten, zweiseitigen Hebel dar. An der einen Seite (Lastarm) ist die Kamera befestigt, an der anderen Seite (Kraftarm) das Ausgleichsgewicht. In der Mitte der Verbindung von Last- und Kraftarm, dem Drehzentrum des zweiseitigen Hebels, befindet sich der Handgriff der Steadycam. 
 
Wenn also Kameragewicht und Gegengewicht im Verhältnis zum Hebelarm so eingestellt sind, dass keines von beiden eine größere Trägheit entwickelt, befindet sich der Schwerpunkt im Handgriff und die Steadycam ist perfekt eingestellt.

Auf diese Weise wird einerseits ein schmerzhaftes Drehmoment auf das Handgelenk des Steadycam-Operators vermieden, andererseits (und wichtiger) das System aus Kamera und Stabilisierung weitgehend von einem Teil der Bewegungen des Kameramanns isoliert. Lineare Bewegungen der Hand des 
Steadycam-Operators (in allen drei Dimensionen) führen kaum zu Drehbewegungen des Systems und damit der Kamera. Das „Wackeln“ der Aufnahmen (vor allem durch kleine Winkeländerungen der Kamera hervorgerufen) wird durch die weit auseinander angeordneten Massen und das damit einhergehende hohe Trägheitsmoment deutlich reduziert.
 
Brauchen Sie eine Steadycam/ein Schwebestativ?
 

Prinzipiell ist eine Steadycam für jeden Filmemacher sinnvoll. Mit etwas Übung ist das Einsatzgebiet fast unbegrenzt. Seien es nun Sportaufnahmen, der Urlaub, Ausstellungen oder Konzerte: mit wenig Aufwand erhält man professionelle Aufnahmen. Welche Steadycam für Ihre Kamera am besten geeignet ist, sehen Sie in unserem Steadycam-Vergleich.
 


 

 

Bestandteile einer Steadycam/Schwebestativ
 
Ein professionelles Steadycam System besteht aus Weste, Tragarm und dem eigentlichen Schwebestativ. Die Weste hat dabei die Aufgabe, das Gewicht des kompletten Systems auf den Rumpf des Steadycam-Operators zu übertragen. Wichtig ist hierbei, dass möglichst viel dieses Gewichts direkt auf die Hüften abgeleitet wird.

An der Weste ist eine Halterung zur Aufnahme des gefederten Tragarms angebracht. Diese lässt sich in der Regel rechts- wie linksseitig anbringen.

Der Tragarm mit den Federn ist das entkoppelnde Element zwischen Operator und Kamera. Bewegungen in der Axialen, Horizontalen und Vertikalen werden weitestgehend von der Kamera ferngehalten. Wir bieten Tragarme mit Präzisionszugfedern von Gutekunst, sowie mit pneumatischen Zylindern an.
Am Ende des Federarms befindet sich die Aufnahme für das Schwebestativ. Dieses besteht aus einer kardanischen Aufhängung und dem sogenannten Trimmstab, an dessen einem Ende sich die Kamera und am anderen die Gegengewichte befinden.
Wird das Schwebestativ ohne Westensystem verwendet, ersetzt der Arm des 
Steadycam-Operators den Tragarm der Weste.

Einen weiteren Unterschied gibt es bei unseren Trimmstäben. Im Programm haben wir schraubbare sowie Teleskop Trimmstäbe. Hinweise zu den Unterschieden finden Sie hier.
 
Welches Objektiv sollte man mit einer Steadycam/Schwebestativ verwenden?
 
Beste Ergebnisse erzielt man mit Superweitwinkel-Objektiven. Bei einem üblichen Aufnahmeformat wie etwa APS-C erscheinen sogar bei einer weiten Blende und einem festen Fokus von sieben Metern, Objekte in 11-mm-Objektiven bereits ab drei Metern besonders scharf. Damit entfällt das Scharfziehen während der Aufnahmen oft völlig.
Eine Steadycam erlaubt Belichtungszeiten für Fotoaufnahmen aus der Hand, welche normalerweise ein Dreibeinstativ erzwingen würden. Viele DSLR-Kameras bieten auch die Möglichkeit von Videoaufzeichnungen, denen Schwebestative trotz gleichzeitiger Kamera- und Objektbewegungen eine hohe Bildruhe geben.
 
Scharfe Aufnahmen erfordern, dass das entsprechende Objekt in der Schärfentiefe gehalten wird. Oft ist der Autofokus einer Spiegelreflexkamera damit jedoch völlig überfordert. Will man bewegte Objekte fotografieren, erfordert dies schon eine Menge Übung. Filmen mit bewegter Kamera erschwert richtiges Scharfstellen noch mehr, weshalb auf das Fokussieren währenddessen verzichtet werden sollte.
Alternativ folgen wir den bewegten Objekten. Schließlich haben wir eine Steadycam ;-)


 
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